Gemeinsamer Appell: Österreichische Agrarpolitik muss Green-Deal-Ziele mittragen

Die Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU – und damit auch deren Umsetzung durch Österreich – wird darüber mitentscheiden, ob wir die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Ziele des europäischen Green Deal, insbesondere der Biodiversitäts- und der Farm-to-Fork-Strategie, erreichen werden oder nicht.

Damit verknüpft ist nicht weniger als die Frage, ob wir zukünftigen Generationen einen lebenswerten und lebensfähigen Planeten hinterlassen können. Denn mit Blick auf die Klima- und Biodiversitätskrise sind sich die führenden wissenschaftlichen UN-Organisationen Weltklimarat (IPCC) und Weltbiodiversitätsrat (IPBES) einig: Das Zeitfenster, in dem wir katastrophale Auswirkungen auf jene Ökosysteme, die unsere Lebensgrundlagen darstellen, noch abwenden können, schließt sich zusehends rascher.

Daher erfüllen uns die Ergebnisse der am 4. Mai im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten Analyse „Fit für den Green Deal? – der GAP-Strategieplan am Prüfstand“ mit großer Sorge. Denn diese zeigen, dass die derzeit vorliegenden Interventionsentwürfe mit zentralen Zielsetzungen des Green Deal nicht vereinbar sind.

Eine Allianz von über 50 Organisationen aus unterschiedlichen Bereichen hat am 12. Mai 2021 einen Appell an das Landwirtschaftsministerium gerichtet, die gegenwärtigen Pläne zur Neugestaltung des Agrarumweltprogramms ÖPUL (Österreichisches Programm für Umweltgerechte Landwirtschaft) zu überarbeiten:

Wir* ersuchen Sie daher, Ihre Fachentwürfe zu den Interventionen zu überarbeiten und dabei den in obiger Analyse geäußerten Kritikpunkten und Empfehlungen Rechnung zu tragen, sodass das Erreichen der Green-Deal-Ziele gewährleistet ist.

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